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Tiere, Pflanzen und Natur im pädagogischen Einsatz
Die Vorteile der pädagogischen Arbeit mit Tieren, Pflanzen und in der Natur sind so vielschichtig, dass es eigentlich unvorstellbar ist, dass sie so wenig genutzt werden.
Die nötige, umfangreiche Fach-Kompetenz mit diesen „Helfern“ zu arbeiten scheint aber schwer zu erwerben, die gesellschaftlichen und bürokratischen Hürden sind oft so hoch, dass der Einsatz unökonomisch erscheint, denn er verschlingt Zeit, Geld und Energie.
Die Vorteile für die Lernenden sind jedoch so groß, dass die Gesellschaft es sich nicht leisten kann, auf diesen Einsatz zu verzichten.
Letztendlich sensibilisiert er alle Lernenden für den Erhalt und den Schutz unserer gemeinsamen Umwelt. Von Naturschutz „vor der Haustür“, im eigenen Garten bis hin zum globalen Klimaschutz.

Lernen „mit Gefühl“
Zum Lernen ist die innere Bereitschaft neue Dinge wahrzunehmen, sie lernen „zu wollen“, notwendige Voraussetzung. Fachwissen, kognitive Zusammenhänge wie Bau und Funktion von tierischen Körperformen oder Pflanzenteilen, die Benennung von Farben und der Anzahl von Fingern können mit Hilfe der Tiere und Pflanzen in einer motivierenden, gefühlsbetonten, stressfreien Umgebung leichter und nachhaltiger gelernt werden.
Diese „Türöffner des Lernens“ sind zum Beispiel kleine Experimente, Musik, Natur und Tiere, eben alles, was uns emotional berührt.
Nach Vester lernen wir zum einen durch ständiges Wiederholen und Anknüpfen an Bekanntes, zum anderen verankern wir Gelerntes nachhaltiger, wenn auch Gefühle im Spiel sind, denn dann ist über die kognitiven Verarbeitungsregionen der Gehirnrinde hinaus z. B. auch das limbische System »emotional« mitbeteiligt.
Lernen kann man nur „mit Gefühl“, nicht unter Ausschluss der emotionalen Ebene. Da jeden von uns Pflanzen, Tiere und die Natur emotional berühren, lernen wir besser MIT ihnen.

Soziales Lernen mit Tieren

Die Vermittlung verbaler und mathematischer Kompetenzen wird in jeder Schulform in erster Linie gefördert und gefordert. Zusätzlich zum schuleigenen Schwerpunkt wird immer auch die geistige, körperliche und sozio-emotionale Entwicklung gefördert. Gerade das „Soziale Lernen“ bekommt einen immer höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft. Teamfähige Mitarbeiter werden gesucht, Menschen, die miteinander arbeiten können, auf einander Rücksicht nehmen, zurückstecken aber auch in angemessener Form eigene Bedürfnisse benennen können und sowohl Grenzen setzen als auch akzeptieren können.
„Tiere schaffen Erfahrungsräume, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit haben selbständig zu lernen, Selbstvertrauen aufzubauen und Beziehungen anzubahnen und herzustellen. Sie können mit Tieren auf unterschiedliche Art und Weise Kontakt aufnehmen (beobachten, streicheln, versorgen…).“ Olbricht
Tiere schaffen durch ihr authentisches Wesen eine Atmosphäre in der Vertrauen wachsen kann. Im Umgang mit Tieren werden Eigenschaften wie Verantwortung und Verlässlichkeit ausgebildet. Tiere setzen klare Signale und somit direkte Grenzen.

Tiergestützte Pädagogik
Im Tier- und Ökogarten kommen in diesem Sinn Pflanzen und Tiere zum Einsatz.
Sie fördern Fachwissen und Artenkenntisse einerseits, andererseits schulen sie auf vielfältige Weise die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.

Olbricht, E, Otterstedt.C.(Hrsg.).: 2003, Menschen brauchen Tiere,
Grundlagen und Praxis der tiergestützten Pädagogik und Therapie; Kosmos Verlag; S. 298
Vester, F.: 2001, Denken, Lernen und Vergessen, dtv

 

Tiergestützte Pädagogik im Tier- und Ökogarten der IGS Peine

Zur Integrierten Gesamtschule in Peine gehört ein großer Schulzoo mit mehr als 100 Tierformen, in dem alle Tiere aktiv den Unterricht der Pädagogen unterstützen.
In allen Altersgruppen, von Kindergartenkindern bis zu Senioren kommen die vielen tierischen Helfer zum Einsatz. Der Tier- und Ökogarten wird als „außerschulischer Lernort“ von vielen Institutionen aus den Gebieten um Braunschweig, Hannover und Hildesheim angefahren.
Während die jüngeren Kinder von den Streicheltieren wie Meerschweinen und Kaninchen begeistert sind, sie in den Mittagsfreizeiten, Arbeitsgemeinschaften und Ferien der Ganztagsschule pflegen und versorgen, gefallen den älteren Jugendlichen mehr die Schlangen, Bartagamen und Vogelspinnen.
Vielfältige Tierarten sind vielfältig einsetzbar. Als Verantwortlicher muss man dazu aber jeden seiner Schützlinge individuell gut kennen.

Hunde in der tiergestützten Pädagogik

Lilly, Mozart, Maggie, Chewie und Luna sind unsere tierischen Mitarbeiter und Helfer in der Schule, an und mit denen wir beobachten und achten lehren, eben tiergestützt pädagogisch arbeiten.

In der Integrierten Gesamtschule Peine gibt es die Möglichkeit für alle SchülerInnen, einen Hundeführerschein zu erwerben, der berechtigt, in der Mittagsfreizeit mit einem Hund auf dem Schulgelände spazieren zu gehen. Der begehrte „ÖHF“, der „Ökogarten-Hundeführerschein“ sieht aus wie eine kleine Scheckkarte. Man muss für ihn Theorie rund um den Hund, individuelle Eigenarten der Hunde im Tier- und Ökogarten büffeln und sich in der Theorie und der praktischen Leinenführung prüfen lassen.

„Ekeltiere“ in der tiergestützten Pädagogik

Die Vorteile der Haus-, Heim- und Kuscheltiere in der Tiergestützten Arbeit sind an dieser Stelle wiederholt genannt und aufgezählt worden. Deshalb soll nun eine Lanze gebrochen werden für die Ekeltiere. Gemeint sind Tiere, die bei vielen Menschen eine Abwehr hervorrufen, „es schüttelt“ sie, „es würgt“ sie, sie fühlen sich unwohl, sie trauen sich oft nicht einmal in dem gleichen Raum mit ihnen zu sein.

Mit diesen Tieren zu arbeiten, bringt nicht nur volle Aufmerksamkeit in ganzen Schulklassen, die SchülerInnen nehmen auch jede kleinste Info zu diesen Tieren auf und lernen besser als aus jedem Schulbuch.

   
© 2016 Ökogarten der IGS Peine

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