Tier- und Ökogarten Peine
Natur hautnah erleben

Unsere Lernangebote

Tabelle der Angebote für Unterricht und Fortbildungen im Ökogarten

Praxisnahe Natur-Wissenschaft, die Wissen schafft.

Dauer eines Unterrichtsangebotes: 3 Std. Kosten je Std. 30,- € für die Gruppe.

Lehrer/innen und Erzieher bleiben in der Aufsichtspflicht. 

Die Übersicht zu den curricularen Unterrichtsthemen wurde den Klassen- und Schulstufen zugeordnet.

Curriculare Themen

Arbeitsmöglichkeiten im Ökogarten

Klassenstufe

Bau und Vergleich der Wirbeltiere

Vergleich: Körberbau von Säugern (Meerschwein, Hund, Schaf), Reptilien (Echse, Schlange, Schildkröte), Fischen (Aquarium), Amphibien (Molche, Frösche), Vögeln (Tauben, Finken)

GS

5/6

Haus- und Nutztiere

Schaf, Kaninchen, Hund, Reptilien, Vögel, Fische

GS

5

Wechselwarm-gleichwarm (Temperatur und Atmung/Stoffwechsel)

Vergleichende Messungen an Reptilien, Amphibien und Säugetieren

5-8

Wasserlebewesen: Artenkenntnisse und Nahrungsbeziehungen

Keschern und Bestimmen der Lebewesen im Teich

GS

5/6

Ökosystem Teich/Bach

Artenkenntnisse/Wechselbesziehungen

Biotische und abiotische Wasseruntersuchungen

Sek I

Sek II

Ökosystem Hecke

Aufbau und Artenkenntnisse/Vorteile

Sek I

Sek II

Ökosystem Streuobstwiese

Aufbau und Artenkenntnisse/Vorteile 

Sek I

Sek II

Boden- und Laubstreuuntersuchungen

Bestimmung der Lebewesen/Nahrungsbeziehungen

Sek I

Sek II

Wasserspeicher im Boden

Wasserreinigung

Pflanzenklärwerk (Modell) Bodenfilterung Wasserkreislauf

Sek I

Überwinterung

Aktiv (Nutztiere, Vögel), Winterruhe (Streifenhörnchen), Winterstarre (Schildkröten, Echsen), Winterschlaf, Anpassung der Pflanzen

GS

Sek I

Verhaltensbeobachtungen

Kontaktaufnahme, Revierverhalten, Paarungsverhalten, Brutpflege (Säuger, Reptilien, Amphibien, Fische, Vögel), Labyrinthversuche, Futterauswahl, Dressuren 

Sek I

Sek II

Vom Tier zum Produkt - Der Weg der Wolle

Wollverarbeitung, Färben, Kardieren, Filzen, Weben

Sek I

Säuger

Verhalten, Pflege, Nutzen (s.o.) an: Schaf, Hund, Katze, Kaninchen, Meerschwein

Sek I

Amphibien

Anpassung an die Umgebung/Atmung/Metamorphose, wechselwarm

Sek I

Reptilien

Vergleich: Reptilien - Amphibien wechselwarm, Anpassung des Körperbaus an die Umgebung, Spezialisten an: Land- und Wasserschildkröten, Bartagamen, Schlangen

Sek I

Vögel

Anpassung (Schnabelform, Füße, Schwanz) Verhalten (Schwarm, Nestbau), Federuntersuchungen an: Tauben, Papageien, Sittichen und Finken

Sek I

Sek II

Fische

Aquariumhaltung/Einrichtung, Wasseransprüche, Fischbesatz: Welche Tiere passen zusammen, Verhaltensbeobachtungen an Barschen, Revierverhalten, Paarung, Brutpflege

Sek I

Sek II

Insekten

Geschlechtsdimorphismus, Spezialisierung der Mundwerkzeuge/Nahrung, Metamorphose (Käfer, Schmetterling, Bienen, Ameisen, Heuschrecken, Schaben)

Sek II

Weichtiere und andere niedere Tiere

Körperbau und Fortbewegung, Lebensbedingungen, Sinnesleistungen an: Schnecken, Tausendfüßer und Spinnen

GS

Sek I

Vermehrung der Pflanzen

Vegetative Vermehrung, Verbreitung der Samen und Früchte

GS

Sek I

Gemüse

Pflanzenbau, Jahresrhythmus, Pflanzen/Sähen, Ernten, Zubereiten und Verzehren

GS

Sek I

Heilpflanzen/Kräuter

Artenkenntnis, Anwendung, Kosmetikherstellung, Pflanzenpflege, Tees

Sek I

Kreisläufe: Wasser, Pflanzen

Bau einer Biosphäre

GS

Elektrische Stromkreise

Regenerative Energien, einfache Stromkreise, Versuche mit kleinen Solarzellen

GS

Sek I

Die konkreten Inhalte der Seminare werden individuell abgesprochen und auf die Gruppe angepasst. Wichtig ist eine begleitende Einbindung in den Unterricht, so dass die praktischen Erfahrungen aus dem Ökogarten weiterwirken. Einige Tiergruppen können auch zeitlich begrenzt ausgeliehen werden, um Pflegemaßnahmen längerfristig einüben zu können.

Für Kindergärten, Kitas und Grundschulen werden die Programme entsprechend modifiziert und vereinfacht/beobachtend ausgeführt.

Für jede „Einheit“ sollten mindestens 3 Schulstunden eingeplant werden. Kürzer ist nicht sinnvoll, da alle Lerngruppen auch die Anlage in ihrer „Verschnaufpause“ betrachten wollen. 

Für Menschen mit Einschränkungen sind spezielle Sinnesangebote mit verschiedenen Tieren vorbereitet. Schafe, Schlangen, Meerschweinchen, Hunde und Bartagamen sind die einfühlsamen Lehrer.

Als Seminarthemen können auch Bastelangebote mit dem Schwerpunkt Naturmaterialien gewählt werden. (Kräuterseifenherstellung, Tees, Duftsäckchen, kleine Naturgärten, Dachziegelgarten, Regenmacherrohre, Insektenhotels, Futterglocken, Gestecke, Papierschöpfen, Biosphärenbau, Stockbrotbacken) Weniger schulmäßig werden an diesen Tagen Exoten(Schlangen, Vogelspinnen, Insekten, Bartagamen), Felltiere(Meerschweine, Kaninchen, Schafe), Keschern und weitere Themen aus der obigen Liste altersgemäß vermittelt.

Für Erzieher, Lehrer und weitere interessierte Gruppen können Führungen oder kompakte Fortbildungen, die einen Überblick über unsere Angebote geben, abgestimmt werden.

Weitere Möglichkeiten:
Berufsvorbereitende Praktika für Schüler und Studenten, Hilfe bei Lehrproben, Examensarbeiten, Seminar- und Hausarbeiten, Unterstützung für die Teilnahme an Wettbewerben wie „Schüler experimentieren“, „Jugend forscht“, „NaT-Working“ , Umweltschule in Europa, Agenda 21 etc. und wir beraten und begleiten Sie gern bei einer naturnahen Schulhofgestaltung, der Anlage eines Schulgartens oder der Anschaffung von Schultieren. Einige kleine Tierarten können für einen kurzen Zeitraum ausgeliehen werden.

 

Genauere Infos zu einigen Unterrichtsthemen im Ökogarten

5. und 6. Jahrgang und andere

Rundgang an allen Tierstationen mit anschließender Überlegung zur Haltung und Pflege der Tierarten. Einzelne Tierarten können ausgeliehen werden (Meerschweine, Mäuse, Insekten, Schnecken)

Vertreter der 5 Wirbeltierklassen werden an Stationen beobachtet, Tierarten benannt, Infos zu Lebensbedingungen, Herkunft usw. an den Gehegen/Terrarien beobachtet und/oder aus Gehegebeschilderungen entnommen.

Genaues Beobachten von Körperbau und Funktion mit der Anpassung an den Lebensraum kann z.B. an Meerschweinen, Bartagamen und Schildkröten vermittelt werden.

Vorbereitung und Begleitung von Referaten über Haustiere und ihren Nutzen für den Menschen an: Hund, Pferd, Esel, Kaninchen, Schaf, Vögel (Hühner, Enten, „Heimvögel“) und anderen Heimtieren (Fischen und Reptilien).

Lebewesen im Teich. Keschern, bestimmen und benennen von den „Beutetieren“ mit Bestimmungstabellen, Lupen und Binokularen, Hinweise auf Lebensweise und Nahrungskette.

Wie entsteht der Erdboden? Untersuchungen an Laubstreu und Kompost. Bodenlebewesen fangen, genau anschauen, bestimmen und benennen.

Wechselwarm und gleichwarm: Temperaturvergleiche an Bartagamen und Menschen an verschiedenen Stationen.

Das Aussehen von Meerschweinen gibt Hinweise auf den natürlichen Lebensraum.

Verhalten von Meerschweinen: Stationslernen mit Beobachtungen zu Wandkontaktverhalten, Futterauswahl, Verhalten am Abgrund, Kontaktlaufen und –laute, Kontaktaufnahme der verschiedenen Geschlechter

Das Aussehen der Bartagamen gibt Hinweise auf ihren natürlichen Lebensraum. Verhaltensbeobachtungen: Jagd nach Beutetieren, Kontaktaufnahme von Männchen und Weibchen, Kommentkampf

Gemüse sähen und anpflanzen. In Gruppen werden einheimische Gemüsepflanzen angeschaut und benannt, Kartoffeln gelegt, Blatt und Wurzelgemüse gepflanzt und gesäht, der Erdboden mit seinen „Helfertieren“ untersucht. Im Herbst kann dieselbe Gruppe zum Ernten und Essen ihrer Produkte einen Ernte- und Kocheinsatz durchführen. Bei gutem Wetter am Lagerfeuer.

Erste Stromkreise werden „gebaut“. Solarzellen mit echter Sonne oder Scheinwerfern liefern die Energie: Geschlossener, offener Stromkreis, Schalter, Aufladen einer Batterie. 

Jahrgang 7 und 8 und andere

Wirbellose Tiere werden untersucht:

Schnecken, ihre Fortbewegung, Sinneswahrnehmungen, Körperbau und Fortpflanzung werden erforscht.

Regenwürmer orientieren sich an den abiotischen Faktoren: Licht und Feuchtigkeit. Ihre Lebensweise, Nahrungsaufnahmen und Bewegung werden beobachtet. Vergleichbare Beobachtungen an Schaben und Stabschrecken sind möglich.

Insektenkörper am Beispiel der Bienen erkennen lernen. Lebensweg im „Stock“, Arbeitsteilung, Geschlechterrollen, der Weg zum Honig, Honig-Biene als Haustier.

Anregungen, um ein Insektenhotel zu bauen, Futterpflanzen für unterschiedliche Insekten kennen lernen.

Schafe liefern Wolle: Verschiedene Schafrassen erkennen und benennen, Wollunterschiede spüren und den Rassen zuordnen, Einsatz und Verarbeitungswege der Wolle erkennen, Wollstrukturen unter dem Binokular erkennen. Wollfett und den Geruch der Wolle erleben.

Bild aus Rohwolle erstellen, weben oder kleben.

Vogelfedern haben verschiedene Aufgaben und sehen deshalb unterschiedlich aus. Aussehen und Funktion erforschen, Zuordnung zu den Körperstellen am Tier erfassen.

Tarnung, Warnung, Mimikry an Schlangen, Stabschrecken und anderen Insekten kennen lernen. Wehrhafte Tiere: Vogelspinnen, Bienen, Schlangen, Feuersalamander

Nahrungsmittel:

Milchvergleiche: Bio-, H-, Soja-, Vollfett-, Schafmilch nach Angebot, selber Buttern, Herstellen von Kräuterbutter. 

Backen, Mehlherstellung auf dem Reibestein, verschiedene Getreidearten und Verarbeitungsstadien ernennen, Aufbau der Getreidepflanzen, Teigkneten und –formen, Zutaten zusammenstellen. Zusammen mit der Butter- oder Kräuterquarkherstellung ergibt sich ein leckeres Frühstück.

Küchen- und Wildkräuter kennen lernen und probieren. Verarbeitung zum probieren in Quark, Milchspeisen oder Backwaren oder als Brotauflage.

Wasseruntersuchungen: Temperatur, ph-Wert, O2-Wert, Wasserlebewesen, Wasserreinigung mechanisch und am Modell eines Pflanzenklärwerks

Weitere ökologische Untersuchungen sind möglich an:

  • Streuobstwiese mit Apfelsaftherstellung
  • Benjeshecke: Aufbau, Lebensraum, Funktion

Vergleiche zur Evolution und Anpassung an unterschiedliche Lebensbedingungen:

  • Vergleich der Hufe/Klauen/Pfoten (Pferd, Esel, Schaf, Hund)
  • Zähne verschiedener Säugetiere (Schwein, Schaf, Pferd, Hund)
  • Allensche und Bergmannsche Regel (Mäuse und Hamster) 

Verhalten: Lernen, Revierkampf, Paarung, Brutpflege bei Vögeln, Fischen, Reptilien